Neuer Stundenplan, 1. Sleepover und noch mehr Buritos!

Hey,

meine zweite Schulewoche ist jetzt rum und ich bin echt glücklich hier. Hab am Dienstag endlich meinen Stundenplan ändern könnten. Und nun sieht er so aus:
1. AP Biology
2. Advisement ( haben wir ab nächste Woche immer in der 2. Stunde)
3. Visual Arts
4. AP Englisch / Accelerated Math III (wechselt jeden Tag)
5. Honored US history
Also wie man sieht bin ich jetzt endlich aus meinem blöden business essential Kurs raus und hab stattdessen Art, was echt viel besser ist, obwohl ich leider neben paar seltsamen Jungs sitzen muss, aber wirklich alles ist besser als business essential und ich denke ich kann mich an meinen Kunstkurs schon gewöhnen. Die Jungs dort waren auch die ersten die deutsche Schimpfwörter hören wollten. 🙂
Außerdem habe ich meinen Mathe-Kurs gewechselt, hab da zwar ein paar echt nette Leute gehabt, weshalb ich auch eher ungern den Kurs gewechselt habe, aber es war einfach so einfach, dass es mir für mein nächstes Schuljahr in Deutschland nichts bringen würde. Und da ich diesen Kurs gewechselt habe, musste ich auch meinen Englisch Kurs tauschen, wobei ich aber noch beim selben Lehrer bin, was echt gut ist. Eine andere Änderung ist auch das ich jetzt nicht mehr um 1 Uhr Lunch habe, sondern um 12 Uhr / 12.30 Uhr (im Wechsel) , was echt gut ist, weil ich jetzt mit Susannah und paar anderen echt netten Mädchen zusammen sitzen kann :)))
Hab dem ganzen Stundenplanwechsel erst ein wenig skeptisch entgegen geblickt, besonders da meine erste Kunststunde unde Mathestunde echt seltsam war. Mathe ist jetzt echt ziemlich kompliziert, aber ich werd mich schon durchbeißen. Werd wohl morgen den ganzen Tag an meinen Hausaufgaben und so sitzen. Hab übrigens auch schon paar Tests geschrieben. Hab nur 58 % in meinem Geschichtstest geschafft. Ja nicht besonders gut, aber ich hab ja eine Ausrede – „I’m German“. 🙂 Schule ist bisher noch relativ schwer für mich, weil ich einfach eben noch nicht so gut mit meinem Englisch bin, weshalb ich immer ziemlich lange an meinen Hausaufgaben sitzen muss.
Meine Meinung über meine Schule hat sich eigentlich immer noch nicht geändert, aber es ist jetzt besser geworden, weil ich immer mehr Leute kennenlerne. Meine beste Freundin hier ist Susannah bisher. Waren ja letzten Sonntag schon shoppen, was echt cool war und am Donnerstag bin ich mit ihr wieder zur Bible Study gegangen, was diesmal viel besser war.  Gestern bin ich dann auch direkt nach der Schule mit zu ihr und hatte meinen 1. amerikanischen Sleepover 🙂 Und es ist so seltsam das wir uns erst zwei Wochen kennen und uns schon so gut verstehen. Haben dann heute auch noch was mit einem anderen Mädchen gemacht, Sophia. Sind zusammen zu Goodwill (sone Art Secondhandshop), Kohl’s (sone Art Karstadt) und zu Caliente (Burito-Restaurant) gegangen. War auch sehr cool 🙂
Sophia, Ich & Susannah

Ansonsten versteh ich mich von Tag zu Tag immer besser mit Kyle und Lori 🙂 Hab sie schon irgendwie echt in mein Herz geschlossen. Nächstes Wochenende gehts mit ihnen auch nach Savannah. Freu mich schon total drauf.
Ach was mir noch einfällt: Leute haben mich hier echt schon gefragt, ob ich denn fließend Deutsch spreche und Susannahs Bruder hat mich auch gefragt ob wir Pizza in Deutschland haben 🙂 Ja, ja ist schon ganz lustig. Werd hier auch als „exotisch“ bezeichnet. Irgendwie finde die Leute hier es echt cool sagen zu können, dass sie eine deutsche Freundin haben. Mir gefällts 🙂
Meine letzte Info für heute: Mein Englisch wird besser! Fühlt sich einfach schon normal an in englisch zu reden, will beim skypen auch schon manchmal englische Wörter benutzen. 🙂 Träumen tu ich aber noch nicht in englisch.

1. Schulwoche überlebt!

Hey,

und wieder ist eine Woche rum – meine 1. Schulwoche. Schon seltsam! High School ist anders als ich gedacht habe. Als mir Returnees von ihrer High School Zeit erzählt haben und ich Bilder von ihnen gesehen habe, dachte ich High School würde Spaß machen, Schulbusse sind cool, alle rennen in Pullis mit dem Schullogo herum und du kannst dich in Sportteams und Clubs ausleben. Ich dachte, es wäre nur halb so anstrengend und halb so langweilig wie in Deutschland. Doch die Realität sieht anders aus. High School macht genau so wenig Spaß wie meine deutsche Schule. Ich hab immer noch normale Fächer und die sind eigentlich noch eintöniger als in Deutschland. Ach und ich hasse es, den Schulbus nehmen zu müssen. Ich will mich wirklich nicht beschweren, weil meine erste Woche eigentlich sogar ganz gut gelaufen ist, aber ich muss einfach sagen, das kein cooles High School Feeling bisher bei mir angekommen ist, von dem jeder Austauschschüler träumt. Vielleicht kommt das alles noch, wer weiß. Aber momentan fühl ich mich fast wie in einem Gefängnis in meiner Schule. Bin von 7 Uhr bis 15 Uhr im Schulgebäude und jede Schulstunde geht 90 minuten.Ist ein ziemlicher langer Schultag und weil ich den Schulbus nehmen muss, bin ich jeden Tag erst um 4 Uhr zu Hause. Und dann muss man auch noch Hausaufgaben machen. Meine ersten 3 Schultage waren dementsprechend nicht sooo berauschend. Hab mich in der Schule dann doch manchmal einbisschen einsam gefühlt und naja. Donnerstag und Freitag waren eigentlich sogar ganz gut, weil ich jetzt in jedem Fach Leute habe mit denen ich reden kann und ein Mädchen gefunden hab mit dem ich zusammen in der Cafeteria sitzen kann und die mit mir im gleichen Bus fährt.
Also nicht alles ist schlecht hier, dass möchte ich echt nicht sagen. Bin super froh, dass ich schon so viele Leute kennengelernt habe und schon jetzt langsam Freunde finde. Simse sogar schon am nachmittag mit zwei Leuten 🙂 Bald ist auch das erste Footballgame und ich denke dann wird mich endlich der Schoolspirit packen. Und hoffentlich kann ich nächste Woche mein Business Kurs wechseln 🙂 Der ist nämliches todeslangweilig und ziemlich sinnlos.
Ach und was Sportteams und Clubs angeht. Dieses Semester wird es wohl nichts mit Sport, weil das Basketball – und Softballteam bereits Spiele hat und die anderen Sportarten erst nächstes Semester anfangen. Mit den Clubs muss ich noch schauen, weil sie erst in etwa einem Monat anfangen.
Abgesehen von der Schule gehts mir immer noch super in meiner Gastfamilie. Fühl mich immer noch total wohl hier. Heute sind wir auf eine kleine Familienfeier von Kyle’s Cousine gegangen, was ganz nett war, und haben dann noch in sonem super coolen American-Style Möbelladen nach einer neuen Couch geguckt. Morgen bin ich wieder mit Susannah verabredet und wir gehen shoppen. 🙂
Denke sie wird echt ne gute Freundin und wahrscheinlich auch die Mädchen aus meinem Biologie Kurs 🙂 Die waren übrigens total begeistert von Maoam, also die Süßigkeit. Ich schätze Mama muss mir wohl ein Süßigkeiten Packet zu Weihnachten schicken 🙂

1. Schultag

Hey,

heute musste ich zum ersten Mal nach langer Zeit wieder um 6 Uhr aufstehen und das bedeutet natürlich Schule. Also bin ich so gegen 7:15 mit Kyle zur Schule gefahren. War dann doch ein wenig nervös, als wir der Schule immer näher kamen. Dann gings ins Media Center/ Bücherei, wo wir uns ja melden sollten wegen meinem Stundenplan. Glücklicherweise war ich endlich im System. Leider musste Kyle arbeiten, weshalb ich dann ohne ihn in der Bücherei gesessen habe, bis ein Consoler mit mir meinen Stundenplan gemacht hat. Leider ist meiner Stundenplan weniger gut gelungen, weil  irgendwie  bestimmte Fächer-Kombinationen nicht gehen und auch schon viele Kurse voll waren. Also sieht mein Stundenplan so aus:

Also die erste Spalte gilt für das 1. Halbjahr bzw. Semester und die andere logischerweise für die andere Hälfte. Ums verständlich zu schreiben:
1. Da macht man eigentlich nichts so weit ich weiß. Eher so Dinge bequatschen, falls es Probleme gibt und Hausaufgaben machen.
2. Biologie ( AP class = fortgeschrittenen Kurs)
3. Mathe im Wechsel mit Englisch (AP)
4. Business class. Keine Ahnung was wir da machen werden, scheint eher chillig zu sein.
5. US Geschichte
Nachdem ich meinen Stundenplan hatte, wurde ich von einem Consoler kurz herumgeführt und zu meinem Bio-Raum geführt. Hatte halt die erste Stunde verpasst. Glücklicherweise ist Susannah mit mir in Bio 🙂 Ist echt cool. Anfangs hab ich mich aber trotzdem einbisschen Freundelos gefühlt, aber am Ende der Stunde hab ich mich dann noch nett mit einer Gruppe von Mädchen unterhalten. Haben übrigens noch keinen Unterricht gemacht, aber trotzdem eine Hausaufgabe bekommen. 18 Seiten im Biobuch lesen. Hat mich gekillt aber nun gut. Dann bin ich mit einem Mädchen aus meinem Kurs zu Mathe gelaufen. Unser Lehrer ist 23 und Bodybuilder! Haben wieder keinen Unterricht gemacht. Irgendwie konnten wir ihn dann einfach persönliche Fragen stellen.
Zur nächsten Stunde musste ich allein laufen. War auch die Vorletzte die im Raum ankam. Und ohmann in dieser Klasse sind Weiße echt in der Minderheit. Nicht das ich gegen Schwarze was habe, aber manche sind mit ihrem eigenen Slang einfach anders drauf und da fühlt mich sich irgendwie komisch. Naja war auch die einzige Klasse, während der ich mit niemanden geredet habe, außer dem Lehrer. Hab auch jedem Lehrer gesagt das ich Austauschschülerin bin. Allein schon weil sie bei meinem Nachnamen „Buchholz“ immer bisschen verwirrt waren, hab ich denen halt erklärt das er deutsch ist und so weiter. Nach dieser Klasse hatte ich Lunch und ich hatte ehrlich Schiss, was ich machen sollte. Weil ich niemand kannte, der zur selben Zeit hatte wie ich. Bin also den Leuten aus meinem Kurs gefolgt. Muss wohl sehr verloren und verängstigt gewirkt haben, weil ein Mädchen (weiß) aus meinem Kurs mich dann angesprochen hat von wegen : “ Bist du neu hier?“ Konnte dann zum Glück mit ihr und ihren Freunden zusammen sitzen. Sie ist sogar mit mir zum Office gegangen weil ich was wegen dem Schulbus klären musst. Sehr nett echt 🙂 Mein letzte Klasse war dann Geschichte. Mag meinen Lehrer! Nachdem ich wieder wegen meinem Namen erklärt habe, dass ich aus Deutschland bin, hat er mich direkt gefragt von wo genau ich bin und ob ich nicht ins Fußballteam möchte. Naja er hat dann die ganzen 90 minuten über sich, Geschichte und was weiß ich gequatscht. Zwischendurch hat er dann auch was von seiner Zeit in Deutschland erzählt und hab dann auch kurz was dazu gesagt und ja. Am Ende der Stunde hat mich sogar ein Junge halt angequatscht.
Ja, das war mein 1. Schultag. Wurde dann von Kyle abgeholt, weil das mit dem Schulbus immer noch nicht ganz geklärt ist, was es aber hoffentlich morgen sein wird.
Alles in allem war der Tag okay, also ich hab ihn gut überlebt. Wobei ich nicht ganz glücklich mit meinem Stundenplan bin, weil ich das Gefühl hab, alle anderen Austauschschüler haben coolere Fächer als ich, aber naja wird schon. Außerdem sind die Lehrer sind chillig. Will auch morgen Mal mit meinem Geschichts-Lehrer über Fußball reden. Er ist nämlich der Couch für Jungen –  und Mädchenfußball und vielleicht kann ich es ja mal ausprobieren.

Ach und ich hätte fast vergessen von Sonntag zu berichten. Der Tag am Pool mit Susannah war richtig nett 🙂 Ihr Bruder (13) und ein Freund von ihm sind mit uns gekommen und genau von ihrem Bruder kam die erste komische Frage über Deutschland: „Do you have Donuts in Germany?“ 🙂

Bibelunterricht, Country-Musik und Juliette

Hey,

es gibt einiges zu erzählen. Fangen wir mit Donnerstag an. Die Pizza-Party. Wie sich herrausstellte war es weniger eine Pizza-Party sondern eher Bible School bei der man am Anfang Pizza isst. Also ich wurde um halb 7 am Abend von Lindsey abgeholt. Im Auto waren dann noch ihrer Tochter Jamielee und deren Freundin, Susannah, die sogar auf meine Schule geht. Hab mich eigentlich direkt ganz gut mit ihnen verstanden. Dann wurde wir bei einem Haus abgesetzt, wo überraschenderweise nicht 5 weitere Mädchen waren, sondern etwa 20! Nach 2 Wochen allein zu Hause waren 20 Mädchen auf einmal echt ne Menge. Dann gab es halt erstmal Pizza und wir haben zwei sone Art Kennlern-Spiele gemacht in Vierergruppen, wobei ich dann leider nicht mit Jamielee und Susannah in einer Gruppe war. Dann sollten sich die Gruppen im Haus verteilen und sone Art Aufgabenblatt bearbeiten. “ Lies Vers 8 in der Bibel. Was sagt der Vers über „God’s Glory“ ?“. Jaaa. Ich als Ungläubige war da leicht aufgeschmissen, aber nun gut. Haben wir also angefangen das bisschen zu machen. Und ich mein jeder normale Teenager würde vielleicht kurz darüber quatschen und dann irgendwas anderes machen, doch das war bei mir nicht der Fall, weil die Frau, die den Abend organisiert hat, sich zu unserer Gruppe dazu gesellt hat. Und sie ist wirklich sehr „leidenschaftlich“ bei der Sache gewesen. Ein weiteres Problem war natürlich das ich praktisch kaum ein Wort verstanden hab, das die aus der Bibel vorgelesen haben. Und der ganze Spaß ging dann etwa 1 1/2 Stunden. Vielleicht auch weniger. Auf jeden Fall dachte ich mir schon „Ohmann wo bin ich denn hier gelandet?“. Danach gings wieder in die große Gruppe und es wurde nochmal zusammen gebetet. Danach hab ich mich halt noch mal mit den 2 Mädels unterhalten und sie haben mir erzählt das es nicht immer so ist und das ich nicht denken soll sie sind verrückt oder so. 🙂
Hab mich am Ende echt noch super nett mit Jamielee unterhalten 😀 Also allein wegen den zwei Mädels hat sich der verrückte Bibel Unterricht gelohnt.

Am Freitag Abend bin ich mit Kyle zum Mellow Mashroom (Restaurant) gefahren, wo Kumpels von ihm aufgetreten sind.Saßen dann direkt bei der kleinen Bühne zusammen mit Freunden von ihm und haben der Band zugehört. Die heißen übrigens „Sterling Wait and the Cotton Avenue Hustlers“. Das sind sie:
http://www.youtube.com/watch?v=jNMWjI1_Q-o
http://www.youtube.com/watch?v=nDvqf9japFg
Eigentlich ist aber noch son echt verrückter Fidel-Spieler dabei.
Wir waren dann bis etwa halb 12 dort und haben denen zugehört. Und obwohl Country-Musik eigentlich nicht mein Ding hat es mir echt gut gefallen.

Gestern ging es dann nach Juliette. Ein Mini-Dorf das grade mal eine Straße lang ist 😀
Dort wurde auch der Fried Green Tomatoes gedreht. Kenn den Film selber nicht, aber deswegen ist Juliette ein relativ bekannter Ort hier. Waren dann in den kleinen fast antiken Läden drin und haben im Whistle Shop  Cafe gegessen.

Hab da sogar die Fried Green Tomatoes gegessen, was ein typisches Gericht im Süden der USA ist. Danach sind wir noch bisschen rumgefahren und ich hab endlich meine Postkarten abschicken können.

Heute gehts für mich wieder wohin 🙂 Susannah hat mich eingeladen mit ihr zum Pool zu gehen. Echt cool von ihr!

 

Zwischen Langeweile, Schulproblemen und viel Gemüse

Hey,

und wieder sind 4 Tage rum. Eigentlich ist noch nicht mal was spannendes passiert, aber da ich den lieben langen Tag nichts zu tun hab, dachte ich mir schreib ich mal ein bisschen. Wie auch schon letzte Woche bin ich wochentags bis etwa halb 6 allein zu Hause, ist nicht spannend und manchmal sogar ziemlich langweilig, aber das macht mir nichts aus. Dafür sind die Abenden zusammen mit Kyle und Lori wirklich cool. Ich weiß ich wiederhole mich, aber ich bin echt super glücklich hier bei ihnen. Das Einzige an das ich mich hier noch gewöhnen muss ist das Essen. Ich bin normalerweise kein Gemüse-Fan, doch meine Gasteltern mögen es gern ausgewogen zu essen, also praktisch immer mit einbisschen Gemüse. Und da ich mich irgendwie verpflichtet fühle, alles wenigstens mal zu probieren, hab ich das Gefühl ich hab in meinen 13 Tagen hier schon mehr Gemüse gegessen als je zuvor 🙂 Ich hab Dinge probiert wie grünen Spargel, Mais, Karotten oder schwarze Bohnen. Außerdem hatte ich hier schon meinen ersten Taco, Burito (lecker, lecker 🙂 ), Chilidog, Chiliburger und so weiter. Also ich hätte echt nicht gedacht, dass sich das Essen so von dem in Deutschland unterscheidet. Irgendwie vermiss ich schon fast ordentliches deutsches Brot oder Toast. Das Toast hier ist irgendwie komisch.

Aber genug vom Essen. Thema High School:
Irgendwie wurde was an der Schulpolitik in Macon geändert, wodurch meine Schule (Howard High School) ein neues System hat. Und durch diese Änderung ist meine Schulregistrierung verloren gegangen und natürlich auch von anderen. Das wussten wir leider aber erst am Dienstag. Also hat mich am Dienstag meine Betreuerin, Lindsey, abgeholt und ist mit mir zum Registrierungscenter der Schule gefahren. Nach 3h Stunden sinnlosen Wartens haben wir es irgendwie geschafft, denen meine neue Anmeldung zu geben. Das gute an der Sache war, ich war mal für ein paar Stunden aus’m Haus und konnte mich nett mit Lindsey unterhalten, das Schlechte ist, mit der Anmeldung ist es leider nicht getan. Wollte eigentlich gestern dann mit Kyle meine Klassen wählen gehen, doch die meinten ich sei nicht in ihrem System. Toll oder? Naja Kyle wurde dann erklärt das die Schule nicht mit dem Registrierungscenter verbunden ist, weshalb es noch nen Tag dauert bis ich auch bei ihnen im System bin. Das Ende der Geschichte ist, dass ich erst am Montag meine Klassen wählen kann und irgendwie zum Direktor muss. Außerdem könnte das alles so lange dauern, dass ich vielleicht sogar 3 – 4 Tage keinen richtigen Unterricht habe. Na toll! Naja was soll’s. Müssen wohl das beste daraus machen.

Heute geht’s für mich auf meine erste Pizza-Party 🙂 🙂 Meine Betreuerin hat nämlich 3 Töchter und sogar eine in meinem Alter und da hat sie mich zu ihrer Party eingeladen. Es werden auch noch paar andere Mädchen da sein, die auf meine Schule gehen. Freu mich schon drauf endlich mal Mädchen in meinem Alter kennenzulernen 🙂 Und ich bin Lindsey so dankbar, dass sie mich gefragt hat und mich sogar abholt. Tolle Gasteltern, tolle Betreuerin – was will man mehr ?! 😀

Meine 1. Woche (gefühlte 10. Woche)

Hey,

meine erste volle Woche hier Macon ist fast rum und es fühlt sich so gar nicht so an. Es kommt mir vor als wäre ich schon Wochen hier. Klar ist man sich in bestimmten Momenten noch einbisschen unsicher, aber ich fühle mich nicht wie ein Gast und ich glaub genau darum ist es für mich so einfach mich hier wohl zu fühlen und mich so zu fühlen als wäre ich schon ewig hier.
Meine erste Woche war nicht so aufregend wie meine ersten zwei Tage muss ich zu geben, aber das war eigentlich gar nicht so schlimm. Meine Gasteltern mussten wochentags halt arbeiten, weshalb ich die meiste Zeit mit Tibby im Haus verbracht habe. Am Dienstag hat sich zum Glück Patrick (der Sohn eines Freundes) bereit erklärt mich abzuholen und mit mir etwas zu unternehmen. Hat echt Spaß gemacht 🙂 Hatte meine ersten amerikanischen Chicken Wings und mir wurde die Outside Mall von Macon gezeigt. War wirklich sehr cool. Die Amerikaner sind so locker und offen, dass ist echt unglaublich.
Die restlichen Tage habe ich nicht viel spannendes gemacht. Das Beste waren immer die Abende. Hatte schon so einige nette Unterhaltungen mit Lori und Kyle
Mit dem Englisch wirds übrigens immer besser, auch wenn ich wirklich schlimme Fehler mache, aber  zu mindestens trau ich mich jetzt einfach zu reden und ich glaub das ist fürs erste das wichtigste.
Gestern gings mit Kyle dann in Richtung Atlanta. Haben zusammen seine Familie besucht 🙂 War wirklich sehr nett. Wurde auch direkt gedrückt und joa. Hab mich wirklich gefreut, dass sie mich alle so herzlich aufgenommen haben. Auf dem Heimweg haben wir noch nen kleinen Stop bei Varsity Orange (oder so ähnlich) eingelegt. Ist ein typisch amerikanisches Fastfoodrestaurant. Nur viel größer als ich es gewöhnt bin. Als wir da so in der Reihe standen, hab ich mich zum ersten Mal so gefühlt, als wäre ich wirklich in Amerika. Echt komisch! Kann’s immer noch nicht ganz fassen, dass ich im „Land der unbegrenzten Möglichkeiten“ bin und das für 10 Monate ! Krass. Naja jetzt kann ich noch eine weitere Woche chillen und dann gehts richtig los. High School! Werd auch die Tage meine Fächer wählen gehen. Mal sehen wie es wird…

In Macon!

Hey,

2. Eintrag für heute. Nach New York ging es zusammen mit Hannah (andere Ayusa’lerin) ins Flugzeug nach Atlanta. Das Flugzeug war wirklich mini, aber trotzdem sind wir sicher in Atlanta angekommen. Ich war schon einbisschen aufgeregt auf meine Gastfamilie zu treffen, aber ich hab sie ziemlich schnell gesehen und auch sofort gedrückt. Haben dann zusammen meinen Koffer gepackt und direkt Bilder gemacht. Hier ist das eine mit Lori:

Danach gings mit dem Auto nach Macon. Und die Autofahrt war angenehmer als ich dachte. Klar musste ich mich erstmal an die Situation gewöhnen, besonders wegen dem Englisch, aber es ging. Sind auch direkt zum Lunch was essen gegangen, beim Mexikaner, was lecker war. Dann gings in unsere Nachbarschaft, die übrigens richtig schön ist. Hab auch sofort ne kleine Haustour bekommen und dann Zeit für mich. Also fürs Auspacken und so. Später gings dann in ein anderes Restaurant zum Dinner. Richtig leckere Pizza gab es da. Hab auch direkt von paar Leuten die Hand geschüttelt, was sehr nett war. War auch sehr viel los dort, weil an dem Tag der Bragg Jam war, also im Restaurant und an vielen anderen Stellen sind Bands aufgetreten. Dann gings wieder nach Hause. Haben uns dann noch nett unterhalten und ich hab meine Gastgeschenke überreicht. Glücklicherweise kamen sie sehr gut an.

Am nächsten Morgen gings ins Waffle House, was so richtig typisch amerikanisch ist. Die Leute dort kennen Lori und Kyle ziemlich gut und auch ich wurde sehr nett begrüßt. Hab sogar ner Mitarbeiterin dort „Hallo“ beigebracht 🙂 Später gings dann zum Walmart. Ich sags euch das Cornflakes-Abteil ist RIESIG. 😀 Und um 1 Uhr bin ich mit Kyle zu seinem Kumpel Forest gefahren. Der hat mal ein geiles Haus (für mich war es ne Villa) und direkt am See, mit Boot und allem. Sind dann raus auf den See mit noch paar anderen, wo ich zum erstenmal gesurft bin. Sie meinten sogar das ich mich gar nicht so blöd angestellt habe. Hat aufjedenfall Spaß gemacht.

Haben dann auch noch bei Forest Pizza gegessen und abends sind wir(Lori,Kyleund ich) noch lecker Eis essen gegangen. Hatte also eine sehr nette Ankunft.
Heute bin ich ganz allein zu Hause mit Tibby (Hund) aber das ist eigentlich ganz in Ordnung, so hatte ich Zeit mit paar Leuten zu skypen. Und der Hund entertaint mich auch ganz gut. Tibby schnarcht! Es ist zum totlachen. Ich glaub er ist der lustigste Hund, den es gibt.

Ja er ist nicht der Hübscheste, aber wirklich sehr süß 🙂

Also allgemein fühl ich mich super wohl hier. Hätte nicht gedacht, das ich mich wirklich so gut hier fühlen wurde. Mit dem Englisch ist es bisschen schwieriger als ich dachte, aber es geht. Trotzdem sag ich eindeutig zu viel „okay“ und „cool“ 🙂 Aber das wird schon noch. Gab auch schon das erste kleine sprachliche Missverständnis. Es ging um Autos und Kyle hat mich irgendwas mit BMW gefragt. Man muss dabei die englische Aussprache für W bedenken. Und ich nur so „What? I’ve never heard about it.“ Hab dann aber geschnallt was er meint und naja Kyle fand es so lustig, das ich ihn nicht verstanden hab, dass er es direkt seinen Kumpels erzählt hat 🙂
Naja das wars für heute.

 

New York City!

Hey,

es ist sooo viel passiert. Unglaublich, dass nur grade mal 5 Tage vergangen sind. Aber erst mal von vorne. Der Abflug.
Total nervös bin ich mit meiner Familie zum Flughafen Tegal gefahren. Dort angekommen hab ich direkt eine Ayusa’lerin gesehen. Wir haben dann auch zusammen eingecheckt, sodass wir neben einander sitzen konnte. Nachdem ich meinen Koffer mit 23,7 kg problemlos abgegeben hatte, war meine ganze Aufregung verflogen. So viel es mir auch leichter mich von meiner Familie zu verabschieden. Dann musste ich mit ca.8 anderen Ayusa’lern und einer Betreuerin warten bis es nach Frankfurt ging, wo wir dann den Rest der Gruppe getroffen haben. Ich hatte total Glück mit meinem Sitzplatz im Flieger nach NY. Saß neben ner Charlene (Ayusa’lerin) ganz hinten, wo es nur 2 Plätze gibt. Andere mussten irgendwo mittendrinn und alleine sitzen. Naja, war also richtig genial, obwohl ich total müde war. In NY angekommen mussten wir durch die Kontrolle und so. Und wir haben dort sogar den deutschen Schauspieler Christian Ulm gesehen. Hatte ihn eigentlich sogar schon in Frankfurt entdeckt 🙂 Naja dann gings ins Hotel. Was echt ganz nett war. Hatte auch zwei ganz liebe Zimmergenossinnen. Und joa am nächsten Morgen gings dann richtig los. Das war unser Plan:

Es hat leider am 1. Tag bisschen geregnet, so dass Central Park und Top of the Rock buchstäblich ins Wasser gefallen sind, aber es war trotzdem schön. Die meiste Zeit war ich auch so mit 5-7 Mädels zusammen, was echt cool war. Am lustigesten was beim 1. Dinner, als wir alle mal Root Beer probieren wollte. War einfach ecklig. Und der Kuchen..

Falls das hier übrigens einer von den Mädels liest. War echt cool mit euch! Und ich hoffe euch gefällt es genau so gut in eurer Gastfamilie wie mir.

Wir hatten also echt viel Spaß. Am nächsten Tag gings zur Brooklyn Bridge. War sehr anstrengend dort hoch zu laufen, wie eigentlich alles was wir in NY gemacht haben, aber mir hat es dort am besten gefallen. Die Aussicht war der Hammer.

Wie man sieht hatten wir abgesehen vom bisschen Regen super Wetter. War wirklich sehr heiß. Außerdem hatten wir nen super coolen Tourguide.
Naja weiter im Programm 🙂 Conny Island war auch sehr cool. Wobei es echt seltsam war in New York am Strand zu sein. Und natürlich der Time Square am Abend war cool. Ich dachte aber es wäre noch beeindruckender.
Alles in allem, hat sich der Trip nach NY wirklich gelohnt, obwohl das Stadtgefühl ganz anders war als ich erwartet hatte. Besonders gut war es auch, dass man sich schon einbisschen an das English und die Amerikaner gewöhnen konnte.

Nur noch wenige Stunden!

Hey,

eigentlich war dieser Post schon gestern geplant, aber ich hab einfach nicht die Zeit gefunden, doch erstmal zu meinen letzten Tagen in Good Old Germany. Praktisch jeden Tag in den letzten Tagen habe ich mich von irgendwem verabschiedet. War komisch aber eher weniger traurig, wobei der Abschied von meiner besten Freundin dann doch naja…nicht so schön wurde. Aufjedenfall waren alle meine Tage mit irgendwelchen Plänen vollgestopft. Bisschen komisch war ich schon drauf, aber richtig realisieren konnte ich das alles nicht – jetzt immer noch nicht.
Zum Packen:
Schon am Sonntag hatte ich den größteil meiner Klamotten eingepackt aber alles weitere ist erst gestern gegen 10 Uhr abends im Koffer gelandet. Und das war sone Sache. Ich hatte wirklich geplant schon letzte Woche Mittwoch zu packen, habs aber einfach nicht auf die Reihe gekriegt, weil ich viel halt auch noch benutzt bzw. angezogen habe. Naja also habe ich dann gestern gepackt, nachdem ich sowieso schon total gestresst war, weil ich noch einige erledigen musste. Als endlich alles fertig drinn war, konnte ich endlich aufatmen. Der schlimmste Teil war überstanden…dachte ich jedenfalls. Dann kam das Wiegen. 31kg. Und 23kg sind erlaubt. Außerdem wollte ich auf keinen Fall einen zweiten Koffer mitnehmen. Es folgte ein zweistündiger Kampf mit dem Gewicht. Praktisch alles sowas wie Shampoo und so ist rausgefolgen und noch ca. 4 Klamottenteile. Kurz nach 12 Uhr wars geschafft. Also Leute: Packt probe oder jedenfalls rechtzeitig! Sowas ist einfach nur ätzend.
Naja auch das Einschlafen war eher schwierig. Die ganze Zeit musste ich daran denken ob das mit meinem Koffer alles klappt, weil er eben immer noch 23,5kg oder so wiegt. Etwa 2h habe ich wohl geschlafen, um halb 5 hat mich unser Hund geweckt und ich habe es auch mit dem Schlafen gelassen, war einfach viel zu aufgeregt, besorgt und was weiß ich. Naja mit meiner Mama hab ich das mit dem Koffer noch mal besprochen und jetzt ist es 7 Uhr und alles ist fertig.
Das ich jetzt 10 Monate weg sein werde, verstehe ich immer noch nicht, aber leichte Bauchschmerzen hab ich trotzdem.
Mehr gibts eigentlich auch nicht zu sagen. Ich hoffe ich kann so bald es geht von New York berichten.

Goodbye Deutschland! 🙂

Visum und Flugtickets!!!

Hey,

ICH HAB ENDLICH MEINE FLUGTICKETS!!! 😀 Ich freu mich echt total. Die Flugzeiten sind die Gleichen, die mir auch Kyle gegeben hat. Also um 10.10 Uhr flieg ich dann von Berlin nach Frankfurt. Außerdem hab ich auch die ganzen Infos zu meinem Aufenthalt in New York bekommen. Also wir sind 23 Leute in einer Gruppe und ich hab sogar das Glück, das eine andere mit mir gemeinsam dann nach Atlanta fliegt 🙂 Und ich wusste ja das wir 2 Tage Sightseeing machen, aber das wir wirklich von 8.30 Uhr bis 22Uhr unterwegs sind, war mir dann doch nicht so klar. Ich freu mich natürlich trotzdem riesig.

Aber jetzt mal zum Termin im Konsulat, den ich ja schon angekündigt hatte.
Also ich kam am Montag dort so gegen halb 9 an und musste zusammen mit 4 anderen erstmal draußen warten, dann wurden wir in so einen kleinen Raum geholt, wo wir unseren Reisepass zeigen sollten und unsere Taschen kontrollierten wurden. Danach gings rein und eigentlich der gesamte Prozess des Beantragens des Visums fand in einem Raum statt, was mich echt verwundert hat. Wir wurden dann aufgefordert unsere Unterlagen nach einer Vorlage zu sortieren. Es wurde sogar nochmal kontrolliert ob wir alles hatten. Dann musste man sich anstellen, während des Wartens habe ich mich mit einer anderen Austauschschülerin unterhalten, die zufällig auch von Ayusa war. Als ich endlich an der Reihe war musste ich meine ganzen Unterlagen bei soner Frau an einem Schalter abgegeben, wobei mir halt gesagt wurde, dass noch 8€ an Visumsgebühren fehlten. Wusste ich aber schon, also wurde ich einen Stock höher geschickt, wo die Kasse war. Also schnell Geld abgegeben, wieder runter, Quittung der Frau gegeben und mich in den Wartebereich ( der übrigens mitten im Raum war) gesetzt. Auch da habe ich mich wieder mit der anderen Austauschschülerin unterhalten und auch mit einem Mädchen, das als Au Pair rüber geht. Das Warten dauerte einbisschen, kam mir aber nicht soo lange vor. Dann wurde ich endlich zum Schalter gerufen, zum „Interview“. Ich, schon leicht nervös, warte erstmal in welcher Sprache sie mich begrüßt. Die Begrüßung war dann auch in Englisch, aber sonst weiter nichts. Der einzige der dort wirklich mit einem englisch gesprochen hat, war der Sicherheitsmann am Anfang. Naja, aufjedenfall wurden dann meine Fingerabdrücke gescannt und dann wurde ich ganze 5 Fragen gefragt.
“ Du gehst dort also auf die High School?“ – Ja.
“ Hast du schon eine Gastfamilie?“ – Ja.
“ Wo?“ – In Georgia, Macon.
“ Warst du schon mal in den USA?“ – Nein, noch nicht.
“ Hast du deine Rechte gelesen und verstanden?“ – Ja. (Dabei hat sie son Heftchen hochgezeigt, wo halt deine Rechte drinnenstehen und das haben wir vorher bekommen)
„Okay. Dein Visum ist genehmigt und es wird die innerhalb von 3 -5 Werktagen zu geschickt. Viel Spaß in Georgia!“

Und das war’s auch schon. Um 10 Uhr war ich dort raus. Ich hatte echt mehr erwartet, aber weniger ist natürlich auch ganz gut 🙂 Und schon heute nur 2 Tage später habe ich mein Visum bekommen 🙂 Jetzt muss ich nur noch die letzten Gastgeschenke fertig stellen und dann kann es los gehen würde ich sagen 😀 Nur noch 14 Tage!!!